Leichtbau statt massiv aus dem Vollen - Optimale Geometrie eines metallischen Anlenkhebels

Krause DiMaTec GmbH / fotolia

Die Krause DiMaTec GmbH mit einem Beispiel für den Einsatz von Laserschmelzen

Der Anlenkhebel (s.u. Abbildung) aus Edelstahl war ursprünglich zur Fertigung auf einer Fräsmaschine konzipiert. Ausgehend vom Halbzeug wurden 87 % des Materials zerspant und somit zu Abfall.
In einer Neuauflage des Bauteils bei der Firma Krause DiMaTec wurde zunächst eine Topologieoptimierung durchgeführt, um die optimale Geometrie des Bauteils in Bezug auf seine Belastungsfälle zu finden. Dieser Leichtbauansatz schöpft ein großes Potential der additiven Fertigung aus, da Materialeinsparungen gleichzeitig Kostensenkung bedeuten.
Im Foto zu sehen ist der Anlenkhebel auf der modularen Bauplattform, auf der er in der Laserschmelzanlage aufgebaut wird. Nach dem Bauprozess wird dieser vom Pulver befreit und gestrahlt. Das Stützmaterial, das zur Wärmeableitung und Geometrieerzeugung notwendig ist, ist noch zu sehen. Im eingebauten Zustand lenkt der Anlenkhebel eine Scheren-Kinematik aus, an der die Saugeinheit montiert ist.


Der Anlenkhebel aus Edelstahl wurde mittels
Selective Laser Melting gefertigt. Er befindet
sich inkl. Stützmaterial auf der Bauplattform.
Seine Funktion ist das Auslenken einer
Scherenkinematik.

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