futureAM – Next Generation Additive Manufacturing

Fraunhofer Institut ILT

Am 14.11.2017 startete in Aachen unter der Federführung des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT das Fraunhofer-Fokusprojekt futureAM.

Sechs Projektpartner – die Fraunhofer-Institute ILT, IWS, IWU, IGD und IFAM sowie das LZN Laser Zentrum Nord – haben sich ein klares Ziel gesetzt: In den kommenden drei Jahren wollen sie im engen Schulterschluss die Voraussetzungen für deutliche Technologiesprünge im Bereich Additive Manufacturing mit metallischen Werkstoffen (Metall AM) schaffen.

Ein konkretes Ziel des Fokusprojektes ist es, die additive Fertigung von Metallbauteilen signifikant zu beschleunigen und gleichzeitig die Herstellungskosten zu reduzieren.  Mit neuartigen Anlagenkonzepten sollen zudem derzeitige Beschränkungen der Baugröße aufgehoben werden. »Die Forschungsplattform soll neue digitale Prozessketten, skalierbare und robuste AM-Prozesse, Systemtechnik und Automatisierung entwickeln und außerdem die Palette an verarbeit- und bezahlbaren Werkstoffen erweitern«, erklärt Prof. Johannes Henrich Schleifenbaum. Er ist Koordinator von futureAM und Director Additive Manufacturing and Functional Layers am Fraunhofer ILT in Aachen.

 

Kooperationsplattform stärkt deutsche Marktposition

Bei der Additiven Fertigung mit Metall (Metall AM) herrscht weltweit in Branchen wie Werkzeugbau, Luftfahrt, Automotive und auch im Allgemeinen Maschinenbau Aufbruchsstimmung. Deutschland ist Pionier dieser Technologie. Mit diesem aufstrebenden Wirtschaftszweig beschäftigen sich in Deutschland bereits seit Jahren viele Institute, Universitäten und Firmen. In letzteren sind zahlreiche Anlagen und Verfahren für die gesamte Wertschöpfungskette von der Werkstoffherstellung bis hin zum Anlagenbau entstanden. Handelte es sich bisher nur um Nischenanwendungen, scheint nun der Durchbruch in der Serie bevorzustehen. Doch Deutschland kann seine weltweit führende Position nur dann halten und ausbauen, wenn deutsche Forschungseinrichtungen ihre Wissensbasis auf dem Gebiet Metall AM gemeinsam nutzen. Sie sollten deutliche Technologiesprünge generieren, die wiederum durch die Industrie aufgegriffen werden können. Die Projektpartner haben dazu vier Handlungsfelder definiert, um den technologischen Vorsprung zu sichern:

  1. Industrie 4.0 und digitale Prozessketten
  2. Skalierbare und robuste AM-Prozesse
  3. Werkstoffe
  4. Systemtechnik und Automatisierung