Firmenvertreter definieren "Digitale Bauteilakte"

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Aus der Roadmap zur Automatisierung leiten die beteiligten Firmenvertreter eine prozessübergreifende „Digitale Bauteilakte“ als Informationsträger ab.

Die Bearbeitung der Roadmap zur Automatisierung von Additiver Fertigung hat einige Teilnehmer aus dem Arbeitskreis "Automatisierung der Additiven Fertigung" zur Bearbeitung einer bedeutenden Komponente zusammengebracht: Die Definition der „Digitalen Bauteilakte“ als Informationsträger. Sie beinhaltet Daten, die über den gesamten Prozess hinweg für die Produktion benötigt werden und die auch die Dokumentation im Rahmen der Qualitätssicherung sicherstellen. Die Daten beziehen sich auf ein Bauteil, können aber auch Daten zur Beschreibung des Baujobs beinhalten, soweit sie relevant sind. Dies ist zum Beispiel bei der Beschreibung des Nestings der Fall. Der Umfang der Daten ist dabei zu beachten. So können Parallel-Prozesse auch durch einen geeigneten Verweis ohne detaillierte Inhalte beschrieben sein.

In dem ersten Entwurf, den die Teilnehmer aus einer Hand voll Industrieunternehmen am 19. Dezember 2017 erarbeitet haben, werden Datenpunkte unter verschiedenen Kategorien aufgeführt. Dies sind zum Beispiel Material, Verbrauchsmaterial, Prozess und Post-Prozesse.

Die Anforderungen an Prozessdokumentation und Qualitätsnachweis sind je nach Anwender sehr unterschiedlich – daher wird auch der Inhalt der Bauteilakte anwenderspezifisch definiert sein. In der Arbeitsgruppe werden Prozessparameter zunächst möglichst umfangreich beschrieben, die Auswahl kann von dem Nutzer getroffen werden und wird ggf. auch in der Bauteilakte definiert.

Die Digitale Bauteilakte bietet mit der Dokumentation von Soll- und Istwerten ein großes Potenzial zur Prozessoptimierung. Die Systemgrenzen liegen auch außerhalb der Roadmap zur Automatisierung, da hier Daten von der Produktidee bis zum Endanwender erfasst werden sollten.

Der Arbeitskreis hat zur Überprüfung der zusammengestellten Kriterien die Herstellung von Mustern beschlossen. Die Produktion erlaubt eine Einschätzung der Eignung der Digitalen Bauteilakte als Instrument für die Automatisierung und Qualitätssicherung der Additiven Fertigung im industriellen Umfeld.

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