Selektives Sintern bzw. Schmelzen

Pulverschichten werden selektiv durch Energieeintrag (meist Laser) verschmolzen. Nach Aufbau des Bauteils wird loses Material entfernt.

Verfahren
Beim Selektiven Sintern bzw. Schmelzen wird eine Pulverschicht selektiv durch Lasern oder E-Beam ver- bzw. angeschmolzen und so verbunden. Bei Metallpulver spricht man von Laserschmelzen - die Metallpulverteile werden aufgeschmolzen und dabei verbunden. Bei Kunststoff spricht man von Lasersintern, da die Kunststoffpartikel nur angeschmolzen und dabei verbunden werden. Das lose Material wird nach Fertigstellung der Bauteilgeometrie entfernt.

Eingesetzte Materialien
Kunststoffe: PA11, PA12, PP, PEEK (SLS), Metall (SLM)

Geometrie
Die Auflösung geht bis in den Bereich weniger Hundertstel Millimeter. Mit den aktuell im Markt verfügbaren Anlagen können Bauteilabmaße bis 60 x 40  x 50 cm erzielt werden. Bei Bauraten bis 700 cm³ pro Stunde (12 cm³/min, Angaben von EOS) für Kunststoff und 70cm³ pro Stunde für Metall (Angabe von SLM) müssen jedoch relativ lange Herstellungszeiten in Kauf genommen werden.

Anwendungsgebiete
Mithilfe dieser Technologie lassen sich Prototypen und Kleinserien fertigen. Es wird auch zum Teileaufbau, der Reparatur und Werkzeugfertigung verwendet (insbesondere Laserschmelzen von Metall).

Das Laserschmelzen ist aktuell das übliche generative Fertigungsverfahren zur Verarbeitung von Metallpulver. Die Systeme sind von verschiedenen Herstellern auf dem Markt, u.a. auch von Fa.Renishaw. Der Markenname "SLM" ist geschützt, alternativ wird auch gerne der Begriff Laser Beam Melting verwendet.


Im SLS Verfahren von Siemens gefertigtes Bauteil

Eine weitere Verfahrensvariante ist das Masken-Sintern. Beim Masken-Sintern wird die Schichtkontur durch eine Maske erzeugt, d.h. die Energie (z.B. mittels IR-Strahler) gelangt nur partiell an die Pulverschicht und schmilzt daher das Material nur Stellenweise entsprechend der gewünschten Bauteilkontur auf.

Ähnliche Artikel