"Individualisierte Medizintechnik"

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gibt eine Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema "Individualisierte Medizintechnik" bekannt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit seinem Fachprogramm „Medizintechnik“, die medizintechnische Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland. Das Fachprogramm soll innovativen Ansätzen aus der Forschung die Möglichkeit geben, schneller in die Anwendung überführt zu werden und fördert gleichzeitig die effektive Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Anwendern mit dem Ergebnis der einer verbesserten Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems.

Die Fördermaßnahme zielt auf den Ausbau der individualisierten Medizintechnik ab. Eine Individualisierung in der Medizintechnik kann u.a. auf geometrischer Ebene erfolgen – beispielsweise bei individuell gefertigten Implantaten oder auch chirurgischen Instrumenten, die auf Basis von Bilddaten der einzelnen Patienten gefertigt werden. Durch die direkte Einbeziehung dieser individuellen Daten sollen Therapieergebnisse maßgeblich verbessert werden. Der Einsatz der verschiedenen generativen Fertigungsverfahren sind in diesem Zusammenhang relevant.

Gegenstand der Förderung sind industriegeführte, risikoreiche und vorwettbewerbliche FuE-Vorhaben in Form von Verbundprojekten, in denen die Erarbeitung von innovativen, marktfähigen und medizintechnischen Lösungen angestrebt wird. Diese FuE-Vorhaben müssen der individualisierten Medizintechnik zugeordnet und für die Positionierung der beteiligten Unternehmen am Markt von Bedeutung sein.

Unter den Begriff „Medizintechnik“ fallen im Sinne dieser Bekanntmachung Produkte, deren Inverkehrbringung dem deutschen Medizinproduktegesetz in der jeweils aktuell gültigen Fassung unterliegen. Mit dem Begriff der Individualisierung wird vorausgesetzt, dass diese Produkte quantifizierbare, individuelle Eigenschaften oder Funktionen mit Blick auf die Patientenversorgung erfüllen.

Die Förderrichtlinie spricht medizintechnische Lösungen an, die durch Individualisierung einen Mehrwert innerhalb der Versorgungskette Diagnose – Therapie – Nachsorge/Rehabilitation erbringen. Konkrete thematische Schwerpunkte werden in der Bekanntmachung angeführt.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (mit einem Sitz in Deutschland, Teilnahme von KMUs wird unterstützt), Hochschulen, forschende Kliniken und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

In der ersten Verfahrensstufe des zweistufigen Antragsverfahrens sind dem beauftragten Projektträger beurteilungsfähige Projektskizzen zunächst elektronisch bis 31.März 2017 einzureichen.

 

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