Low Cost Metall-Pulverbett-Anlage

Fraunhofer ILT

Die FH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT stellen eine neue Low Cost SLM-Anlage vor.

Mit der Low Cost Metall-Pulverbett-Anlage sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) angesprochen werden, bei denen eine kommerziell verfügbare, teure Anlagentechnik für das Laserstrahlschmelzen wegen der hohen Investitionen wirtschaftlich noch nicht ausgelastet werden kann.

Kompakte Technologie
In der Anlage erzeugt ein 140 W-Diodenlaser (Fokusdurchmesser von 250 μm) im Zusammenspiel mit einem kartesischen Achssystem komplexe Funktionsbauteile aus Metall mit einer maximalen Höhe von 90 mm und einem maximalen Durchmesser von 80 mm. Die Anlage benötigt eine Aufstellfläche von 1,3 m * 0,8 m * 1,4 m.

Ideal für den Einstieg
Die Low Cost SLM-Anlage soll zu einem späteren Verkaufspreis von 30.000 € angeboten werden.

Die Bedienung der Anlage lässt sich auch von einem Anfänger schnell, innerhalb weniger Stunden erlernen. Die eingesetzten Komponenten ermöglichen Selbstservice und lassen sich leicht austauschen.

Die damit herstellbaren Bauteile eignen sich für viele typische SLM-Applikationen – von Prototypen, Musterteilen bis hin zu Funktionsbauteilen. Der Anwender kann dabei selbst entscheiden, wie schnell und hochwertig die Anlage arbeitet. Beispielsweise kann sie eine mittelgroße Komponente (55 cm³) aus Edelstahl 1.4404 mit mehr als 99,5 % Dichte innerhalb von 12 Stunden aufbauen. Optional können auch großvolumige Bauteilbereiche mit Gitterstrukturen gefüllt werden, um bei weniger beanspruchten Bereichen die Bauzeit zu verkürzen. So lässt sich die Bauzeit bei einer gewählten Gitterdichte von 20 % (entspricht 20 % des ursprünglichen Volumens) um etwa 60 % verkürzen. Die Verantwortlichen der FH Aachen arbeiten derzeit an der Optimierung der Prozesszeit und der Belichtungsstrategien, um die Bauteilqualität zu verbessern. Außerdem ist der 3D-Druck von Bauteilen aus Aluminiumlegierungen und Werkzeugstahl geplant.

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