Gemeinschaftsstand der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing auf der formnext 2017

VDMA

Mitgliedsunternehmen der VDMA-Arbeitsgemeinschaft zeigen Lösungen entlang der additiven Prozesskette. Zulieferer, Veredler und industrielle Anwender auf Gemeinschaftsstand vertreten.

Additive Manufacturing (AM) reift zusehends zu einem industriellen Fertigungsverfahren. Reproduzierbare Qualität und effiziente Nachbearbeitung werden für Anwender zur Schlüsselthemen. Auf der Leitmesse formnext vom 14. - 17. November 2017 in Frankfurt am Main greift ein Gemeinschaftsstand der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA diese Entwicklung auf. Zulieferer, Veredelungsspezialisten und industrielle Anwender aus dem Kreis der über 120 AG-Mitglieder werden in Halle 3.0 Stand G70 Lösungen zeigen, die zu verlässlicher Qualität in additiven Prozesse beitragen.

 

Maschinen- und Werkzeugbauer nutzen AM zur Prozessoptimierung

Industrielle Anwender werden an Best-Practice-Beispielen demonstrieren, wie sie Additive Manufacturing zur Prozessoptimierung nutzen. So treibt die Oskar Frech GmbH + Co. KG aus Schorndorf die Qualität konventioneller Gießereiprozesse voran, indem sie darin additiv gefertigte Druckgießformeinsätze und Ambosse einsetzt. Mithilfe der Schichtbauweise lässt sich eine konturnahe Temperierung (KnT) realisieren – also Kanäle zur gezielten Kühlung und Temperierung knapp unterhalb der Oberflächen von Formen und Werkzeugen. Dieses Verfahren wird das Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand vorstellen. Daneben zeigt die Hirschvogel Automotive Group, wie Additive Manufacturing bei ihr über Schmiedeprozesse, den Werkzeugbau und Handhabungstechnik Eingang in den Automobilbau findet – und dort künftig auch Potentiale im bionischen Leichtbau heben kann.

 

Zulieferer als Garanten für Qualität und Präzision

Voraussetzung für den breiten industriellen Einsatz ist verlässliche Qualität. Die ULT AG aus dem sächsischen Löbau hat sich auf Lösungen für die komplexe Luft-Schadstoff-Situation in AM-Anlagen spezialisiert. Die Herausforderungen sind dabei das Nebeneinander von Makro- und Nanostäuben, Laserrauch und Lösungsmitteldämpfen. Einerseits bergen lungengängige Stäube und Lösungsmittel Gefahren für die Gesundheit der Mitarbeiter und die Sicherheit in der Produktion. Andererseits können Verunreinigungen, unerwünschte Oxidation oder auch klumpendes Pulver infolge zu hoher Luftfeuchtigkeit die Produktqualität negativ beeinflussen. ULT wird Lösungen präsentieren, mit denen sich die Bedingungen in AM-Anlagen konstant auf höchstem Niveau halten lassen. Unter anderem erlauben sie es, die Schutzgase Argon und Stickstoff im Kreislauf zu führen und dabei ständig von angereichertem Sauerstoff und Partikeln zu befreien.

 

Nicht minder wichtig als die Luftaufbereitung ist in additiven Schichtbauprozessen das exakte Positionieren. Die A.Mannesmann Maschinenfabrik GmbH aus Remscheid hat dafür Teleskop-Kugelgewindetriebe und patentierte 4-stufige Teleskop-Aktoren im Angebot. Diese linearen Antriebssysteme erfüllen auf engstem Bauraum zwei zentrale Anforderungen für die additive Fertigung: µm-genaue Positionierung und lange Verfahrwege. Zudem bieten sie ein konstantes Drehmoment sowie dynamischen, ruckfreien Antrieb. Ideale Voraussetzungen für die Schichtbauweise, in der auch große Metall- und Kunststoffbauteile aus zehntausenden nur einige Mikrometer dünnen Schichten aufgebaut werden. Hersteller von Laserschmelz- und Lasersinteranlagen haben die Vorteile erkannt – und setzten auf die Positioniersysteme der Remscheider.

 

Teamarbeit entlang der Prozesskette

„Wir nutzen unseren Gemeinschaftsstand in Halle 3.0 Stand G70, um Besuchern zu zeigen, wie die Industrialisierung von Additive Manufacturing voranschreitet – und wie sehr es dabei auf erfolgreiche Teamarbeit entlang der Prozesskette ankommt“, erklärt Rainer Gebhardt, der verantwortliche Projektleiter im VDMA.

 

Zu dieser Teamarbeit zähle auch die Veredelung der „gedruckten“ Bauteile, auf die sich die Münchener Poligrat GmbH spezialisiert hat. Als Anbieter von Oberflächentechnik bietet Poligrat eine breite Auswahl an Verfahren für dekorative, funktionale und gratfreie Oberflächen. Allerdings wissen die Münchener um die Schwierigkeiten und Grenzen der Veredelung additiv gefertigter Bauteilen. Vor allem deren Porosität erfordert ein spezifisches Herangehen.

„Additive Manufacturing ist heute in vielen Branchen Innovationstreiber und mit jedem Schritt in Richtung verlässlicher Qualität und effizienter Nachbearbeitung wird sich das industrielle Einsatzspektrum erweitern“, sagt Gebhardt, „diese Entwicklung wird die Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA als ideeller Träger der formnext begleiten und dort einem breiten Publikum vermitteln“. 

 

Termin: 14.-17. November 2017

Ort: Gemeinschaftsstand in Halle 3.0 Stand G70

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