Arbeitskreis Automatisierung: Fortschritte an der Roadmap zur Smart Factory

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Der Arbeitskreis Automatisierung hat sich am 16. Februar 2018 in Frankfurt getroffen und über 20 Teilnehmer haben in regem Austausch die AM-Roadmap zur Smart Factory bearbeitet.

Zunächst wurden Erfahrungen und Fachwissen zu Teilaspekten der additiven Produktionskette vorgestellt:

  • Tobias Fischer von der Protolabs AG erläuterte das Automatisierungskonzept des Unternehmens. Protolabs vernetzt nahtlos viele Fertigungsstandorte weltweit und verschiedene Produktionsstufen. Der Anteil der Additiven Fertigung wächst. Der Fertigungsdienstleister unterzieht Fertigungsaufträge einer Machbarkeitsanalyse und findet anschließend optimale Lösungen, auch im Dialog mit dem Kunden.
  • Oliver Winzenried, Geschäftsführer von WibuSystems AG, stellte Produktschutz-Konzepte vor. Eine Vielzahl von Lösungen sind verfügbar. AM-spezifisch sind neben dem Schutz der Daten aus der Entwicklung auch die notwendige Anpassbarkeit im Prozess. In diesem Bereich fehlen interoperable Standards.
  • Ergänzend berichtete Stefan Just, Mitarbeiter der Prostep AG, über das BMWi-geförderte Projekt Secure Additive Manufacturing Platform (SAMPL). In dem Projekt werden Schnittstellen-Standards, Kopierschutz und Lizenzmanagement thematisiert, um Industrie 4.0 in der Additiven Fertigung erfolgreich umzusetzen.
  • Harry Kleijnen stellte die Additive World Platform von Additive Industries vor – ein offenes Konzept, um den vollständigen Workflow der additiven Produktentwicklung und -fertigung zu ermöglichen. Damit wird die modulare Maschinentechnik des Maschinenbauers aus den Niederlanden mit allen Ebenen der Prozessbeteiligten vernetzt: Fertigungssysteme des Anlagenbauers, gemeinsame Anwendungsentwicklung und Fertigungsprozessoptimierung mit dem Kunden sowie Produktentwicklung/-auslieferung vom Kunden.

In der anschließenden offenen Diskussion und Bearbeitung der aktuell vorliegenden Dokumentation zur Automatisierung beschloss der Arbeitskreis, die inzwischen gut gewachsene Roadmap mit Erläuterungen der Fachleute zu ergänzen. Die Teilnehmer werden die Roadmap in einer übersichtlichen Form aufbereiten. Verschiedene Konzepte sind denkbar, um Interessierte anzusprechen und Arbeitskreis-Mitgliedern detaillierte und weiterführende Informationen zu bieten.

Der Arbeitskreis wird sich im Herbst erneut treffen. Bis dahin werden die Teilnehmer die Dokumente zur Roadmap im Bereich Metall- und Kunststoff-Pulverbett sowie die Digitale Bauteilakte in kleinen Gruppen weiter bearbeiten.

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