BMBF-Abschlussveranstaltung ProMat_3D: Neuartige Möglichkeiten für die Additive Fertigung

Projektträger Karlsruhe

Am 18.09.2019 fand die Abschlussveranstaltung zur Bekanntmachung ProMat_3D beim VDMA in Frankfurt statt. Rund 130 Teilnehmer verfolgten die Vorträge der Projektpartner aus 15 Projekten zum Thema Additive Fertigung. Es bestand die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und im Rahmen der Ausstellung zu vertiefen.

Nach der Begrüßung durch Dr. Markus Heering, VDMA Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing, sprach Dr. Helmut Bossy, stellvertretender Referatsleiter 521 „Zukunft von Arbeit und Wertschöpfung; Innovationsförderung; Industrie 4.0“ das Grußwort des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: „15 Verbundprojekte mit 115 Projektpartnern und einer Fördersumme von 31 Millionen Euro haben rund 3 Jahre zu verschiedenen Themen der Additiven Fertigung intensiv geforscht. Nun sind wir ganz gespannt auf die Ergebnisse, die uns in vier Vortragssessions vorgestellt werden.“

In den vier parallelen Vortragsreihen wurden neue Entwicklungsprozesse vorgestellt, die es ermöglichen, die Additive Fertigung für neue Produktideen zu nutzen. Weiterhin wurden intelligente Maschinen- und Anlagenkonzepte erforscht, die die flexible Herstellung komplexer Produkte ermöglichen. Ein drittes Forschungsfeld untersuchte die Möglichkeit, intelligente Prozesse für die Multimaterialverarbeitung zu entwickeln, so dass auch Produkte mit einem Mix aus verschiedenen Materialien additiv gefertigt werden können. Last but not least wurden Ergebnisse der intelligenten Fertigungsautomatisierung präsentiert, die die Integration additiver Herstellverfahren in Prozessketten ermöglichen.

Durch die Forschungsarbeiten konnten die Prozesse der additiven Fertigung nachhaltig verbessert werden. Beispielsweise ist es zukünftig möglich, bionische Strukturen und komplexe, innenliegende Kühlkanäle wirtschaftlich, automatisiert und materialeffizient für den Werkzeug- und Automobilbau zu produzieren.

Darüber hinaus wurden zukünftige Herausforderungen erörtert, wie z. B. die wirtschaftliche Integration der Additiven Fertigung in konventionelle Produktionssysteme gelingen kann. Dabei stand außer Frage, dass die Additive Fertigung ganzheitlich, vom Produktentwurf über die Herstellung und der Nutzung bis zur Wiederverwertung, betrachtet werden muss. Dies erfordert sowohl die Einbeziehung aller Beteiligten, die Nutzung moderner Organisationsformen als auch die Berücksichtigung bekannter Technologien.

Durch die Beteiligung internationaler Partner im Rahmen der ERANET-MANUNET- Projekte konnten neue Erkenntnisse zur Erschließung internationaler Märkte gewonnen und die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gestärkt werden.