Fachkonferenz AM4I nimmt industrielle Anwendung von additiven Verfahren in den Fokus

Altair

Additive Manufacturing in der Industrie

  • Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA mit neuer Fachkonferenz AM4I - Additive Manufacturing for Industry
  • Schwerpunkt auf Anwendung von Additive Manufacturing (AM) im Maschinen- und Anlagenbau und weiteren Industrien
  • Konferenz am 26./27. Mai 2020 in Ludwigsburg bietet fachliches Knowhow aus erster Hand und Gelegenheit zum Netzwerken

Frankfurt, 09. Oktober 2019 – „Unsere 150 Mitgliedsunternehmen decken alle Bereiche der Prozesskette im Additive Manufacturing ab. Sie leisten seit Jahren Pionierarbeit in der industriellen Anwendung additiver Fertigungsverfahren. Nun ist es an der Zeit, diesen Erfahrungsschatz zu teilen“, sagt Dr. Markus Heering, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA.

Zu diesem Zweck ruft die AG AM eine neue Fachkonferenz ins Leben:

AM4I – Additive Manufacturing for Industry

26. – 27. Mai 2020 in Ludwigsburg

Schwerpunkt der Fachkonferenz wird die industrielle Anwendung von Additive Manufacturing sein; insbesondere der Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau steht im Fokus. „Die Konferenz wird entlang der additiven Prozesskette zeigen, wie sich AM-Projekte erfolgreich gestalten lassen, worauf in additiv-gerechten Konstruktionen und im Bauprozess zu achten ist, und worauf es im Bereich der Nachbearbeitung ankommt“, erklärt Heering.

Die werkzeuglosen AM-Verfahren kommen immer häufiger in der seriennahen Fertigung zum Einsatz. Das Spektrum reicht vom Sondermaschinenbau über die Individualisierung von Maschinen und Anlagen bis hin zur Fertigung von Ersatzteilen on Demand oder zur Wiederaufbereitung von Verschleiß mithilfe des Laserauftragsschweißens oder hybrider Verfahren. Aufgrund der hohen Designfreiheit eignen sich additive Verfahren besonders für den Leichtbau und die Umsetzung multifunktionaler Komponenten und Baugruppen. Über diese Hebel gelingt es Maschinen- und Anlagenbauern immer besser, Effizienz- und Kostenvorteile in den Fertigungsprozessen ihrer Kunden zu heben.

Hohes Investitionsniveau – Immer mehr Serieneinsätze

Eine aktuelle Mitgliederumfrage der AG AM bestätigt den Trend zu seriennahen Anwendung. Demnach nutzen Anwender, Dienstleister und Maschinenhersteller kaum noch ein Viertel der additiv gefertigten Bauteile als Prototypen. Ansonsten fertigen sie Werkzeuge (~25 Prozent), Ersatzteile (bis zu 29 Prozent) und Serienprodukte (~25 Prozent). „Additive Manufacturing wird zum industriellen Produktionsverfahren und ist längst über seine Ursprünge im Rapid Prototyping hinausgewachsen“, erklärt Heering.

Diese Entwicklung wird die Fachkonferenz AM4I in Ludwigsburg beleuchten, Best Practice Beispiele liefern und dabei jede Menge Erfahrungswissen aus der industriellen Praxis vermitteln. „Als Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA möchten wir unseren Beitrag zur schnellen Industrialisierung additiver Verfahren leisten. Der Schlüssel dazu sind robuste, zunehmend automatisierte Prozesse“, betont Heering. Die Basis dafür sind offener fachlicher Austausch und die Vernetzung der Akteure entlang additiver Prozessketten. Beides wird auf der Fachkonferenz am 26. und 27. Mai 2020 möglich sein; wobei neben den Mitgliedern der AG AM zahlreiche VDMA Mitgliedsunternehmen sowie externe Teilnehmer vertreten sein werden.