Automatisierung von AM schreitet weiter voran

VDMA/Herding

AK Automatisierung traf sich bei der Firma Herding in Amberg

Am 16. Oktober 2019 traf sich der AK Automatisierung mit 36 Teilnehmern bei Herding GmbH Filtertechnik in Amberg. Kurzbeiträge von Fachleuten erlaubten den Einblick in aktuelle Entwicklungen im Bereich der Additiven Fertigungskette.

Herrn Gasch von Siemens referierte zum Thema Pre-Process und zeigte eindrucksvoll, wie Siemens ein durchgängiges System erarbeitet hat von der Konstruktion und der Topologieoptimierung über automatisiertes Einfügen der Stützstrukturen bis hin zum Drucken der Teile. Max Horn vom Fraunhofer IGCV aus Augsburg zeigte auf, welche Rolle Pulver-Kontamination beim 3D-Druck mit Metallpulver spielt und welche Möglichkeiten es zur Erfassung und Qualitätssicherung gibt. Herr Hartmann von Solukon und Herr Bernstein von BMF erläuterten, wie Bauteile vom Pulver gereinigt und mit einer kontrolliert angepassten Oberflächenglättung versehen werden. Hier wurde gezeigt, dass eine gute Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern unabdinglich ist, um Prozesse zu automatisieren. Einige Schritte laufen schon sehr gut automatisiert, andere bedürfen noch einiger Anstrengung. Die Vernetzung innerhalb der Prozesskette führt dazu, dass die Entpulverung komplexe Bauteile zuverlässig und wirtschaftlich funktioniert. Systeme mit intelligenter Reinigungsgrad-Erfassung und reproduzierbaren Glättekennwerten werden aktuell entwickelt. Herr Schultze-Wolters von IBM präsentierte die Blockchaintechnologie als Methode für die Sicherung von IP, Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit in Entwicklungs- und Fertigungsnetzwerken.

Der Einblick in die verschiedenen Bereiche der Prozesskette machte deutlich, wie die Automatisierung von AM immer weiter voranschreitet. Auch die leistungsfähige Filtertechnik aus der Produktion des Gastgebers ist ein Baustein hin zur zuverlässigen, industriellen additiven Fertigung mit Pulverbettsystemen.