Interaktive User Case Area, Gemeinschaftsstand und Vortragsprogramm auf der formnext 2019

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AG Additive Manufacturing im VDMA auf der formnext 2019

  • Starke Präsenz der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing auf der formnext (19. - 22. November 2019, Messe Frankfurt)
  • Interaktive Präsentation von rund 50 Exponate aus industriellen AM-Anwendungen in der User Case Area
  • Gemeinschaftsstand von acht AG-Mitgliedern beleuchtet Vielfalt additiver Verfahren, Anwendungen und Prozessketten

Am 19. November startet die formnext 2019. Wenn die internationale Leitmesse für additive Produktionstechnologien ihre Tore auf dem Messegelände Frankfurt öffnet, dann werden die 150 Mitgliedsunternehmen der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA einen Gutteil der angemeldeten 740 Aussteller aus 34 Nationen ausmachen. Doch die Präsenz der AG AM geht weit über die Messestände der Mitgliedsfirmen hinaus.

„Wir engagieren uns seit 2017 als ideeller Träger der formnext und werden in diesem Jahr mit einer User Case Area, einem Gemeinschaftsstand sowie mit einem interessanten Vortragsprogramm (AM4U) auf der Messe vertreten sein“, erklärt der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA, Dr. Markus Heering.

 

Formnext ein unverzichtbarer Treffpunkt und Marktplatz der AM-Branche

Die formnext hat sich laut Heering seit ihrer Premiere vor fünf Jahren als klare Leitmesse der globalen AM-Branche etabliert. „Ihr anhaltendes, dynamisches Wachstum mit rund 35 Prozent mehr Fläche und 17 Prozent mehr Ausstellern als im Vorjahr belegt den Bedarf der Branche an einem zentralen Treffpunkt und Marktplatz für alle Akteure entlang der additiven Prozesskette. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden industriellen Bedeutung von AM-Verfahren, die eine Mitgliederumfrage der AG AM jüngst deutlich belegte, sei die formnext als Kristallisationspunkt, an dem Anbieter, Anwender und technische Innovationen zusammenkommen, unverzichtbar. „Hierzu hat unsere Arbeitsgemeinschaft mit ihren 150 Mitgliedsunternehmen – darunter zahlreiche Pioniere der industriellen Anwendung – einiges beizutragen“, betont Heering.

 

Interaktive User Case Area zeigt anhand 50 AM-Exponaten Mehrwerte auf

Erfolgreiche industrielle AM-Anwendungen stehen im Mittelpunkt der User Case Area, zu der über 30 Unternehmen Exponate beisteuern (Halle 12.0, E42). Dabei reicht das Spektrum von additiv gefertigten Bronzelagern für Wasserkraftwerke über hoch komplexe Adapter und Verteiler für hydraulische und pneumatische Systeme bis zu Zweikanal-Wärmetauschern, die sich im 3D-Hybridverfahren mit unterschiedlichen Materialien schnell und präzise in komplizierter Rohr-in-Rohr-Bauweise umsetzen lassen. Schon diese vier Beispiele basieren auf vier ganz unterschiedlichen additiven Fertigungstechnologien – vom Sandguss mit additiv gefertigten Gussformen über das Laserauftragschweißen und Hybridverfahren bis zum Fused Deposition Molding (FDM).

„Unsere rund 50 Exponate decken eine breite Vielfalt der AM-Technologie ab. Besucher können sich in der User Case Area per Tablet über die eingesetzten Verfahren und Materialien sowie über die Mehrwerte der additiv gefertigten Komponenten informieren“, erklärt Rainer Gebhardt, Projektleiter der AG AM im VDMA. Neben den staunenswerten industriellen AM-Lösungen liegt ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung auf dem Thema Aus- und Weiterbildung. Hierzu demonstriert ein Hochschul-Spin-off anhand eines real entstehenden Bauteils konkrete Ansätze. Auch die Festo AG wird eine reale Anwendung vorführen: Sie druckt am Stand Ersatzteile auf Basis von Cloud-Daten.

 

Gemeinschaftsstand beleuchtet vielfältige Aspekte der AM-Prozesskette

Acht Mitgliedsunternehmen der AG AM werden auf der formnext 2019 einen Gemeinschaftsstand gestalten (Halle 12.0, E51). Darunter mittelständische Zulieferer von Linear- und Antriebstechnik für AM-Anlagen wie Harmonic Drive, Mannesmann oder Schneeberger sowie die Festo AG als führender Anbieter von Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Auf Anwenderseite sind die innoCast GmbH, die im Sand- und Feinguss von Prototypen und Kleinserien additiv gefertigte Formen nutzt, und der Fertigungsdienstleister Prototec vertreten, der seinen Kunden die Entscheidung „make or buy“ mit einer großen Bandbreite an AM-Verfahren und Kompetenzen abnimmt. Kasto als Post-Processing Spezialist und die Hans Weber Maschinenfabrik als Anlagenbauer für die CNC-gesteuerte Kunststoff-Direktextrusion mit Portalsystemen runden den gemeinschaftlichen Auftritt ab.

„Wir bieten gerade kleinen und mittleren Mitgliedsunternehmen, die teils andere Branchenschwerpunkte haben, mit dem Gemeinschaftsstand einen günstigen, unkomplizierten Einstieg in die formnext“, sagt Gebhardt. Das weiß Dr. Thomas Bettermann, Geschäftsführer der innoCast GmbH zu schätzen: „Durch den Gemeinschaftsstand der AG AM können wir als kleineres Unternehmen ohne riesigen Planungsaufwand an der formnext teilnehmen – und hoffentlich viele Fachbesucher auf uns aufmerksam machen“, erklärt er.