Fachvorträge widmen sich der Automatisierung und Vernetzung künftiger AM-Prozessketten

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AG Additive Manufacturing des VDMA auf der formnext 2019: AG AM gestaltet Vortragsprogramm AM4U

  • Fachvorträge widmen sich der Automatisierung und Vernetzung künftiger AM-Prozessketten
  • Panel startet zum Auftakt der formnext 2019 am 19. November ab 12:30 Uhr in der AM4U Area in Halle 11.1, D29
  • Experten aus den Reihen des Arbeitskreises Automatisierung der AG AM im VDMA teilen ihr Knowhow

Gleich am Eröffnungstag der formnext 2019 am 19. November setzt die Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA ein fachliches Highlight: Sechs Experten aus Unternehmen und Hochschulen werden auf dem Fachpanel AM4U (Halle 11.1. D29) Konzepte für intelligent vernetzte, hochgradig automatisierte additive Prozessketten der Zukunft präsentieren. Das Vortragsprogramm startet ab 12:30 Uhr.

„In unserem Arbeitskreis Automatisierung erarbeiten AM-Pioniere aus Industrie und Forschung Roadmaps, die den Einsatz von additiven Verfahren in künftigen Smart Factories skizzieren – und den Entwicklungsbedarf auf dem Weg dorthin konkretisieren“, berichtet Rainer Gebhardt, Projektleiter der AG AM im VDMA.

Sechs Experten aus diesem Arbeitskreis werden das AM4U-Vortragsprogramm gestalten.

 

Von Oberflächenbehandlung bis Digitalisierung auf dem Shopfloor

In einem thematischen Einführungsvortrag über die Zukunft vernetzter AM-Prozesse werden Rainer Gebhardt vom VDMA und Oliver Elbert von der Firma Grenzebach Maschinenbau GmbH über den Arbeitskreis in der AG AM und die Vernetzung aller Beteiligten für die Optimierung additiver Fertigungsabläufe sprechen. Danach stellt Ronny Bernstein, Geschäftsführer der Bernstein Mechanische Fertigung (BMF) GmbH, einen Ansatz zur umfassend qualitätsüberwachten mechanischen Oberflächenbehandlung in automatisierte Fertigungsketten vor. Im Sinne selbstoptimierender, im Closed Loop geregelter Prozesses gehen die Messergebnisse dabei an Strahlanlage und andere Fertigungssysteme. BMF hat diese Lösung – „Smart Surface Control®“ – gemeinsam mit Forschern der TU Chemnitz entwickelt.

Dr. Georg Schlick von der Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV in Augsburg wird das Thema Vernetzung aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchten: Um die Arbeitssicherheit in AM-Prozessketten zu gewährleisten, ist ein ganzheitliches prozessübergreifendes Prozessverständnis- und design geboten. Ebenfalls vom Fraunhofer IGCV wird Maximilian Binder neue Ansätze in automatisierten hybriden AM-Prozessketten vorstellen. Die automatisierte Integration von Sensoren in additiv gefertigte Bauteile eröffnet neue Freiheitsgrade für deren gezielte Funktionalisierung.

Dass die Additive Fertigung nicht nur Gegenstand der Vernetzung ist, sondern auch neue Horizonte in der Fertigung vernetzter Produkte aufzeigt, wird Prof. Jörg Franke, Leiter des Erlanger Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS), aufzeigen. Sein Forschungsteam arbeitet mit Hochdruck daran, AM um die Dimension der Elektro- und Informationstechnik zu erweitern, um mechatronisch funktionalisierte Bauteile additiv zu fertigen. Dabei kombinieren die Forscher klassische AM-Verfahren mit Kompetenzen im Bereich mechatronisch integrierter Baugruppen (MID), Aerosol-Jet Druck oder Plasma-Verfahren.

Das Potenzial der Vernetzung und Automatisierung erschöpft sich nicht allein auf die Design- und Bauphase, sondern umfasst auch die Digitalisierung auf dem Shopfloor. Denn die Schnelligkeit, Flexibilität und Produktivität von AM-Prozessen kommt laut Stefan de Groot, Projektleiter und Technologiemanager der PROTIQ GmbH, optimal beim Kunden an, wo die AM-Produktion mitsamt der digitalen Bestell- und Rechnungsabwicklung und Lieferlogistik ganzheitlich vernetzt wird. Besonderes Augenmerk legt er zudem auf das automatisierte Entpacken der oft mehreren Dutzend und teils sogar einigen hundert Kleinteilen aus AM-Bauräumen. Dabei steht eine typische Fragestellung der Industrie 4.0 im Zentrum: Wie ist es in der vollautomatisierten Produktion zu gewährleisten, dass jedes einzelne Teil dem richtigen Auftrag zugeordnet und dem richtigen Empfänger zugesandt wird?

Antworten hierzu und zu vielen weiteren Themen erhalten formnext-Besucher auf der

 

Fachkonferenz AM4U:

19. November 2019 ab 12:30 -14:30 Uhr in der AM4U Area in Halle 11.1. / Stand D29

Sonderschau der Arbeitsgemeinschaft AM im VDMA auf der Formnext:

19. – 22. November 2019 in Halle 12.0 / Stand E42

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