Fachkonferenz „AM4I – Additive Manufacturing for Industry“

VDMA

Von der Manufaktur zur digitalen Fertigung

  • Leichtbau im Blickpunkt der Fachkonferenz AM4I
  • Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA kooperiert bei neuer Fachkonferenz AM4I mit Leichtbau BW und formnext
  • Konferenz am 26./27. Mai 2020 in Ludwigsburg rückt industrielle Anwendung im Maschinen- und Anlagenbau in den Fokus

"Mit der Leichtbau BW und der formnext als internationale Leitmesse für additive Produktionstechnologien haben wir zwei optimale Partner für unsere neue Fachkonferenz AM4I vom 26. bis 27. Mai 2020 in Ludwigsburg gefunden“, erklärt Dr. Irene Hassinger, Projektleiterin der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA.

Die industrielle Umsetzung von Maschinenbau mithilfe Additive Manufacturing beleuchtet auch das Thema Leichtbau. Die Moderation eines Themenslots der zweitägigen Fachkonferenz übernimmt die Leichtbau BW, die ihre Kompetenz auch in den wissenschaftlichen Beirat der neuen Konferenz einbringt.

 

Potential additiver Verfahren im Maschinen- und Anlagenbau aufzeigen

Der Leichtbau-Block reiht sich in die Zielsetzung der Konferenz ein: „Wir werden das Anwendungspotenzial additiver Fertigungsverfahren im Maschinen- und Anlagenbau und konkrete Lösungswege zu deren praktischer Umsetzung aufzeigen“, erklärt Hassinger. Dabei gehe es auch darum, die wachsende Vielfalt an direkten, indirekten und teils hybriden additiven Fertigungsverfahren für die Verarbeitung von Metallen und Kunststoffen zu erläutern – und dabei die jeweiligen Vorteile für Anwender zu beleuchten. Welche Verfahren sind für ihre Anwendung relevant? Worauf ist an den verschiedenen Stationen der jeweiligen additiven Prozesskette zu achten? Wie lässt sich der Aufwand der Nachbearbeitung schon in der Konstruktionsphase minimieren? Solche Fragen wird die Fachkonferenz AM4I aufgreifen und mit Blick auf den Maschinen- und Anlagenbau beantworten. Zudem bietet sie Teilnehmern reichlich Gelegenheit, mit relevanten Akteuren der AM-Branche ins Gespräch zu kommen und sich in diesem jungen Technologiefeld zu vernetzten. Dies sind auch Kernanliegen der Konferenzpartner Leichtbau BW und formnext.

 

AM4I rückt Leichtbaupotentiale im Maschinenbau ins Blickfeld

Als vermutlich größtes Leichtbaunetzwerk der Welt mit 2.200 Unternehmen und mehr als 300 Forschungseinrichtungen bietet die Landesagentur Leichtbau BW Unterstützung bei der Vermarktung von Knowhow sowie die Förderung von Innovationspotentialen im Leichtbau. Hierbei sind immer häufiger auch additive Verfahren im Einsatz. „Ihre Bedeutung nimmt im Leichtbau deutlich zu und führt zu erhöhter Material- und Kosteneffizienz, da das Material gezielter eingesetzt wird, wo es notwendig ist“, erläutert Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH. Durch Funktionsintegration könne Additive Manufacturing Anwendern zudem erheblichen Mehrwert bieten, da Bauteile nicht nur leichter werden, sondern auch mehr können als zuvor. „Wir sehen im Leichtbau eine Schlüsseltechnologie, an der auch Maschinen- und Anlagenbauer nicht mehr vorbeikommen“, erklärt er. AM sei dabei ein wichtiges Bindeglied.

Als typische Enabling Technology entfaltet das Gespann Leichtbau und Additive Manufacturing Hebelwirkung. Leichtbau sorgt durch reduzierte bewegte Massen für schnellere, präzisere und energieeffiziente Prozesse und erhöht zugleich die Ressourceneffizienz. Dies führt zu stark reduzierten Life-Cycle-Kosten. Additive Verfahren sind hierbei ein Schlüssel, um optimierte Konstruktionen überhaupt fertigen zu können. Ihre Designfreiheit und Flexibilität erlaubt es, lastoptimierte bionische Designs mit variierenden Wandstärken und Hohlräumen, die sich bei Bedarf strukturell verstärken lassen, zu fertigen. Die Schichtbauweise sorgt bei Alledem für eine Entkopplung von Komplexität und Kosten.

Die Vorteile für Anwender aus dem Maschinen- und Anlagenbau sind aber nicht auf den Leichtbau begrenzt: Der entfallende Werkzeugbau sorgt obendrein für stark verkürzte Entwicklungszyklen und Lieferfristen. Auftragsschweißverfahren ermöglichen das Ausbessern von Verschleiß, Reparaturen sowie das gezielte Aufbringen funktionaler Oberflächen. Additive Ersatzteilfertigung-on-Demand reduziert Lagerkosten. Und Konstruktionen lassen sich auch nach dem Start-of-Production ändern und nachbessern. Und in der Massenproduktion wird es per Additive Manufacturing möglich, Bauteile nahezu beliebig zu individualisieren.

„AM bietet darüber hinaus enormes Potential für die Fertigung von Einzelteilen und Kleinstserien im Sondermaschinenbau“, erklärt Hassinger. Allerdings sind Anwender aus dem Maschinen- und Anlagenbau aufgrund der zunehmenden Lösungsvielfalt in der dynamischen AM-Branche auf zuverlässige Informationen und Knowhow von Praktikern angewiesen, damit sie den Hebel von vornherein richtig ansetzen können. Die Konferenz soll aufzeigen, welche Verfahren und Materialien dafür bereitstehen.

Einen umfassenden Marktüberblick liefert die internationale Leitmesse für additive Produktionstechnologien – formnext vom 19. bis 22. November 2019 in der Messe Frankfurt. Die Messe meldet starke Zuwächse entlang der gesamten Prozesskette, darunter namhafte Neuaussteller aus dem Maschinenbau. Als Partner der Fachkonferenz AM4I wird die formnext ihr Netzwerk auch hier einbringen und ihre seit zwei Jahren bestehende ideelle Partnerschaft mit der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA weiter vertiefen.

 

AM4I – Additive Manufacturing for Industry

Datum: 26. – 27. Mai 2020

Ort: Ludwigsburg

Haben Sie Fragen? Dr. Irene Hassinger, Projektleiterin der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA, Telefon 069 6603 1164, irene.hassinger@vdma.org, beantwortet sie gerne.

Web: Additive Manufacturing for Industry