Zwischen Faszination und spürbarer Begeisterung – die User Case Area auf der formnext 2019

AG Additive Manufacturing im VDMA auf der formnext 2019

  • Großer Andrang auf User Case Area – Bedarf an Vernetzung nimmt zu
  • Auch Gemeinschaftsstand der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing im VDMA stößt auf gute Resonanz

 

Kaum eine ruhige Minute: Vier Messetage lang herrschte Hochbetrieb in der User Case Area der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing (AG AM) im VDMA. Mitgliedsfirmen hatten für die Best-Practice-Ausstellung im Zuge der formnext (19. - 22. November 2019) mehrere Dutzend Exponate bereitgestellt. Das Spektrum reichte von feinstem, unter einer Lupe präsentierten Goldschmuck aus einem Micro-Powderbed-Fusion-Prozessbis zur hüfthohen sandgedruckten Gussform für einen Motorblock. Zur Demonstration der Variabilität des Binder Jettings mit Sand und einem Phenol-Binder hatte der Hersteller neben der riesigen Sandform größenskaliert gegossene Motorblöcke mitgebracht – inklusive einer Miniatur im Streichholzschachtelformat.

Begeisternde Anwendungsvielfalt

„Die Vielfalt unserer Exponate aus verschiedensten AM-Prozessen, Materialien und Anwenderbranchen hatte große Anziehungskraft auf die Messebesucher und hat in vielen Gesprächen spürbare Begeisterung hervorgerufen“, berichtet Rainer Gebhardt, Projektleiter der AG AM im VDMA. Besucher konnten die AM-Verfahren, Materialien und konkreten Mehrwerte der von gut 30 Mitgliedsfirmen beigesteuerten Best-Practice-Lösungen interaktiv auf Tablets erkunden. Auch sah es das Konzept der User Case Area vor, dass Besucher die faszinierenden Exponate in die Hand nehmen – und so buchstäblich begreifen konnten.

Gerade der Aspekt, dass auf additive Fertigungsprozesse in der Regel Nachbearbeitungs- und Veredlungsschritte folgen müssen, und wie diese zu bewerkstelligen sind, warf viele Fachfragen von Besuchern der User Case Area auf. 

Gestiegenes Interesse und besser informierte Besucher

Die deutlich gestiegene Resonanz der formnext 2019 – fast 35.000 Besucher (2018: 27.000) strömten entlang der Stände von 852 Ausstellern (2018: 632) – und die Internationalität der Messegäste aus 99 Ländern waren in der User Case Area der AG AM vom ersten bis zum letzten Messetag spürbar. Gleiches gilt für den Gemeinschaftsstand, auf dem acht Mitgliedsfirmen sich mit ihren Lösungen präsentierten. „Wir haben von ihnen fast durchweg ein sehr positives Feedback bekommen“, berichtet Gebhardt. Dabei hätten die Firmen vor allem die Qualität der Gespräche gelobt.

Zukunftsthema Qualifikation

Dem Zukunftsthema Qualifikation widmete die AG AM auf der formnext 2019 eigenen Raum auf der User Case Area. Einerseits zeigte ein Start-up seine Ansätze zur Aus- und Weiterbildung angehender AM-Spezialisten. Andererseits hat die AG AM pünktlich zur globalen Leitmesse ein Positionspapier erarbeitet, das aktuelle und künftige Handlungsbedarfe in und für die junge Branche aufzeigt. Hassinger betont einen Kernpunkt daraus: „Wir müssen die akademische und gewerbliche Ausbildung für die additive Fertigung auf eine einheitliche Basis stellen“. Um einen breiten industriellen Einsatz von AM-Fertigungstechnologien zu erreichen, sei die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte eine zwingende Voraussetzung. „Gleiches gilt für die ausstehende technologische Weiterentwicklung in Richtung Smart Factory“, betont Gebhardt, „um die reichlich vorhandenen Zukunftsaufgaben zu lösen, brauchen wir eine Initiative zur Förderung der Fachkräfteausbildung im AM-Bereich. Je schneller sie kommt, desto besser!“, mahnt er.

Im Anhang finden Sie Ausstellungsbeispiele. Wählen Sie ein Firmenlogo, um Infos zu den Bauteilen zu erhalten.

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