Philipp Albrecht von Burgmaier Technologies GmbH & Co KG informiert auf der Konferenz AM4I im Schwerpunktthema Additive Manufacturing for Industry.

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Titel des Vortrags ist "Additiv hergestelltes Betriebsmittel steigert den Nutzungsgrad einer Werkzeugmaschine".

Der Anwendungsfall zeigt ein additiv hergestelltes Betriebsmittel zur Verbesserung des Nutzungsgrades einer Werkzeugmaschine in der spanenden Serienfertigung. Durch die spanende Bearbeitung hafteten Späne an den Bauteilen, welche bei einer nachgelagerten automatisierten Prüfung zu einem Fehler führten. Die benötigte Sauberkeit der Serien-Bauteile konnte dabei durch konventionelle Luftauslässe nicht sichergestellt werden. Die Folge waren Maschinenstillstände – im Durchschnitt fünf Mal pro Schicht.

Die Lösung des Problems stellt ein Ausblastunnel dar. Mit den Vorteilen von Design for Additive Manufacturing wurden Kanäle konstruiert, die eine optimale Druckluftführung zur Reinigung ermöglichen. Das Bauteil wurde direkt in die automatisierte Fertigungslinie integriert. Die Taktzeit blieb unverändert.

Zur Überprüfung verschiedener Designs wurden mehrere Varianten konstruiert und in einem Baujob gefertigt. Im Anschluss erfolgte in einem Feldtest die strukturierte Prüfung und Bewertung der Ergebnisse.

Nach der Integration des Ausblastunnels konnte der Stillstand aufgrund von Spänen auf null reduziert werden. Darüber hinaus gleichzeitig das Öl vom Serien-Bauteil sehr gut entfernt. Durch den Einbau dieses Ausblastunnels konnte der Nutzungsgrad der Maschine um mehrere Prozent gesteigert und eine hohe fünfstellige Kosteneinsparung pro Jahr realisiert werden. Weiterhin zeigt sich, dass die Ausblasvorrichtung deutlich leiser als die konventionellen Luftauslässe ist. Die Lärmbelastung für die Mitarbeiter ist dadurch an der Maschine deutlich reduziert. 

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